Positionen der CDU-Landtagsfraktion
Kai Seefried zu: „Gegen Bildungsabbau in Niedersachsen - Leistungsniveau an unseren Schulen erhalten - Leistung muss sich weiter lohnen“

Pressemitteilung
CDU-Fraktion im
Niedersächsischen Landtag
Nummer 374/2016

15. September 2016

Rede des CDU-Landtagsabgeordneten Kai Seefried zu TOP 26 „Gegen Bildungsabbau in Niedersachsen - Leistungsniveau an unseren Schulen erhalten - Leistung muss sich weiter lohnen“

– Es gilt das gesprochene Wort –

Leider wird mit der heutigen zweiten Beratung unseres Antrages wieder eine Chance vertan, gemeinsam in diesem Landtag über Inhalt und Qualität in unseren Schulen zu diskutieren. SPD und Grüne verweigern sich einer inhaltlichen Diskussion über die Ausgestaltung des Unterrichtes und auch über die Anforderungen, die wir an gute Bildung stellen.

Dabei wurde auch die Beratung unseres Antrages von einer öffentlichen Diskussion genau über diese wichtige Fragen begleitet. Über die Fragen: Worauf kommt es bei guter Bildung an? Wie machen wir junge Menschen fit für Studium, Ausbildung und Beruf?

Bereits bei der Einbringung des Antrages habe ich aus einer aktuellen Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zitiert, der zufolge neben der Steigerung der Bildungsbeteiligung eben leider auch die Anzahl der Studienabbrecher immer weiter steigt. Etwa jeder vierte Bachelor-Student schließt sein Studium nach Berechnungen des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung nicht ab. Bei den Auszubildenden sieht es nicht besser aus: Auch hier brechen dem Berufsbildungsbericht der Bundesregierung zufolge 25 Prozent ihre Ausbildung ab.

Im Kultusausschuss haben SPD und Grüne zwar durchaus eingestanden, dass wir gegen diese Entwicklung dringend etwas tun müssen. Unser Antrag, dazu im Ausschuss eine ausführliche Beratung und eine Anhörung durchzuführen, wurde aber dennoch abgelehnt.

Die Beratung wurde abgelehnt, da die Fraktionen von SPD und Grünen nach wie vor nicht erkennen wollen welche großen Fehler sie bei der Änderung des Schulgesetzes gemacht haben, und welche Fehler sie jetzt auch bei der inhaltlichen Umsetzung des wieder eingeführten neunjährigen Gymnasiums (G9) machen.

Vor einigen Wochen hat das Meinungsforschungsinstitut Yougov das Ergebnis einer bundesweiten repräsentativen Umfrage vorgelegt. Demnach halten 81 Prozent der Befragten die Beibehaltung des Sitzenbleibens für sinnvoll, 75 Prozent befürworten die Vergabe von Ziffernnoten an Schulen. 

Diese Studie bestätigt mehrere weitere Umfragen, die es dazu in der Vergangenheit schon gegeben hat. Aber genau das wollen SPD und Grüne natürlich nicht hören. Diese Ergebnisse halten Ihnen den Spiegel vor.

Mit den Entscheidungen,

  • das Sitzenbleiben abschaffen zu wollen,
  • die Noten in der Grundschule abzuschaffen und dies am besten in anderen Schulformen gleich fortzusetzen,
  • den Schulformwechsel bei Überforderung abzuschaffen,

handeln SPD und Grüne gegen den Willen der Bürger. Selbst das, was zunächst bei allen Beteiligten auf breite Zustimmung trifft, machen sie in der Umsetzung falsch.

In der Braunschweiger Zeitung von heute beschreibt der Ministerpräsident die Wiedereinführung des G9 als „Glücksfall“, da es gelungen sei, wirklich einmal alle Verbände mitzunehmen. Nur die Direktorenvereinigung habe sich „nicht dazu durchringen“ können, sagt der Ministerpräsident im Interview.

Bei dieser Aussage hat der Ministerpräsident anscheinend nicht mitbekommen, dass nahezu alle Verbände die Umsetzung des G9 inhaltlich kritisieren.

–      Die 2. Fremdsprache ist nicht mehr verpflichtend.

–      Durch das starre Festhalten an maximal 30 Wochenstunden Unterricht werden Fächer wie Erdkunde, Musik oder Naturwissenschaften geschwächt.

–      Und da wird zur angeblichen Entlastung der Lehrkräfte eine Präsentationsprüfung zum Beispiel mit PowerPoint eingeführt. Von Entlastung kann hier keine Rede sein. Wer soll diese Präsentation kontrollieren? Wie kann ein einheitlicher Bewertungsmaßstab erreicht werden, wenn die Schülerinnen und Schüler zu Hause über technisch ganz andere Möglichkeiten verfügen? Wie soll die Lehrkraft sicher sein, dass nicht die Eltern oder andere die Präsentation erstellt haben oder es sich um eine Vorlage aus dem Internet handelt?

Die Wertigkeit des Abiturs sinkt. Unter SPD und Grünen wird ein „PowerPoint-Abi“ eingeführt. Dieser Weg kann nicht richtig sein. Wir wollen, dass ein Abitur, egal ob ich es in Stade, Hannover, München oder Potsdam gemacht habe, auch das gleiche wert ist. Es muss endlich Schluss sein mit dem rot-grünen Bildungsabbau!

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